Freiwilligendienst
im Straßenkinder-Camp in Nsumba, Uganda
Bericht einer Freiwilligen /  ...als pdf-Datei
Interview mit Sabine Huber / ...als pdf-Datei
Bericht von Daniel Pfitzer / ...als pdf-Datei

Bericht von Debora Sauer /...als pdf-Datei


Ausschreibung
In Nsumba befindet sich seit 1986 ein unter katholischer Leitung geführtes Camp für Straßenkinder aus Kampala. Hier finden die Kinder eine Bleibe, werden betreut und dürfen zur Schule gehen.

Die Bayerische Sportjugend (BSJ) setzt sich gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern, dem DJK-Diözesanverband Regensburg, der Entwicklungshilfegruppe EG-Solar und der Deutschen Sportjugend, schon seit mehreren Jahren für das Straßenkinder-Camp in Nsumba ein. So wird z.B. alle zwei Jahre ein dreiwöchiges Workcamp veranstaltet an dem junge Menschen aus Bayern teilnehmen und für begrenzte Zeit in der Entwicklungshilfe tätig werden können. Ziele der Workcamps sind u.a. die Verbesserung der Ausstattung im Camp und die Durchführung von Schulungsveranstaltungen für die ugandischen Kinder und Jugendlichen.

Zusätzlich zu den Workcamps bietet die BSJ sozial und sportlich engagierten jungen Menschen die Möglichkeit einen Freiwilligendienst im Straßenkinder-Camp in Nsumba zu leisten.

Informationen zum Freiwilligendienst

Entsendeorganisation: Bayerische Sportjugend (BSJ) im Bayerischen Landes-Sportverband e.V.

Dauer: in der Regel 3 - 6 Monate plus Vor- und Nachbereitungszeit.

Einsatzstelle: Straßenkinder-Camp in Nsumba ca. 60 km von Kampala, der Hauptstadt Ugandas, entfernt.

Beginn: Der Beginn des Freiwilligendienstes ist in der Regel während des ganzen Jahres möglich, wobei bestimmte Termine für ein verpflichtendes Vorbereitungsseminar wahrgenommen werden müssen.

    Qualifikationen / Voraussetzungen des Bewerbers/der Bewerberin:
  • mindestens 20 und höchstens 26 Jahre alt,
  • Wohnsitz in Bayern und Mitglied in einem Sportverein
  • gute Englischkenntnisse,
  • (Lehr-)Erfahrungen im Bereich Sport, besonders in den Ballsportarten,
  • Idealerweise Grundkenntnisse in einem oder mehreren der aufgeführten Arbeitsbereiche bzw. Bereitschaft sich fehlende Kenntnisse anzueignen,
  • Erfahrungen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen,
  • Selbstständigkeit und Durchsetzungsvermögen,
  • Anpassungsfähigkeit (Unterkunft in Nsumba ist z.B. sehr einfach).
    Vergütung: Die BSJ übernimmt die Kosten für:
  • Auslandskrankenversicherung, Unfallversicherung und Haftpflichtversicherung,
  • notwendige Vorbereitungsseminare (exklusive Fahrtkosten),

  • und zahlt dem/der Freiwilligen eine monatliche Pauschale von 250 €.
    Der/die Freiwillige kommt selbst auf für:
  • Hin- und Rückflug,
  • Visum,
  • Fahrtkosten zu den Seminaren,
  • notwendige Impfungen.
Aufgabenbereiche

Die Aufgabenbereiche hängen von der Weiterentwicklung des Straßenkinder-Camps ab. Die Anlei-tung der ugandischen Kinder und Jugendlichen zur Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit soll im Vor-dergrund stehen.

    Je nach Qualifikationen des/der Freiwilligen ist ein Einsatz u.a. in folgenden Bereichen möglich:
  • Bereich Sport: Weiterentwicklung des Bereichs Sport, Sportausbildung für Kinder und Jugendli-che, positive Intervention im Bereich Schulsport.
  • Berufsbildender Bereich Solarkocher*: Durchführung von Schulungen im Solarkocherbau, Koordi-nierung der Fertigung und des Vertriebs der Kocher, Anleitung zur Nutzung der Kocher.
  • Berufsbildender Bereich Solarlampen: Koordinierung der Fertigung und des Vertriebs von Solar-lampen und Kontrolle der Wartungsarbeiten der Photovoltaikanlage im Camp.
  • Berufsbildender Bereich Kunsthandwerk: Fortführung und Weiterentwicklung des Bereichs Hand-arbeit, Koordinierung der Herstellung und des Vertriebs von Kunsthandwerk, Verbesserung der schulischen Ausbildung in diesem Bereich.
  • Medizinstation: Hilfe bei der Instandhaltung der Medizinstation und regelmäßige Bestandsauf-nahme der Medikamente gemeinsam mit der Krankenschwester.
  • Einführung neuer Arbeits- oder Freizeitbereiche im Camp je nach Fähigkeiten des/der Freiwilligen
* Zur Vorbereitung auf diesen Arbeitsbereich kann eine einwöchige Fortbildung besucht werden.


Bewerbung, Ansprechpartner

Senden Sie Ihr Bewerbungsschreiben (auch gerne auf Englisch), Ihren Lebenslauf und ein Passbild an:
Bayerische Sportjugend im BLSV
z.Hd. Laura Rüppel
Georg-Brauchle-Ring 93
80992 München

Ansprechpartnerin:
Laura Rüppel
Bildungsreferentin der BSJ
Tel.: 089/15702-425
Email: laura.rueppel(at)blsv.de
www.bsj.org
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Bericht einer Freiwilligen

Ein Kinderlächeln zur Belohnung
Stefanie Wechselberger berichtet

Mal ein paar Monate ins Ausland gehen. Was Sinnvolles tun und noch einen neuen Kontinent und eine neue Kultur kennen lernen ist der Traum vieler Jugendlichen. In Nsumba, einem Straßenkinder-Camp etwa 60 km westlich von Kampala in Uganda, Ostafrika, wurde mein Traum wahr. Drei Monate lang leistete ich dort Freiwilligendienst und arbeitete mit bedürftigen Kindern zusammen.

Zu meinen Arbeiten zählte die Fortführung der Produktion der Solarkocher, die seit einiger Zeit unter immer wiederkehrender Anleitung von Teilnehmern der in zweijährigen Abständen stattfindenden Workcamps, von Mitgliedern der EG-Solar und anderen Freiwilligen in Nsumba hergestellt werden, sowie das Kochen mit den gefertigten Kochern. Außerdem stellten wir Weihnachtskarten her, flochten Körbe und feilten Schmuck aus Rinderhörnern. Die gefertigten Gegenstände sind für den Verkauf gedacht und weisen den Kinder eine Möglichkeit auf, wie sie später etwas Geld verdienen können.
Die Umsetzung der Projekte war nicht immer ganz einfach, da die Arbeitsmittel oft qualitativ zu wünschen übrig ließen, alles grundsätzlich sehr lange dauerte, da in Afrika die Zeit im Überfluss vorhanden ist und prinzipiell alles anders läuft als man es sich vorstellt. Wenn man aber nach einem Arbeitstag mit einem strahlenden Kinderlächeln belohnt wird, rücken alle aufgetretenen Hindernisse in den Hintergrund und man könnte die ganze Welt umarmen.

Die Herzlichkeit dieser Kinder, die oft Eltern und Geschwister schon verloren haben, ist überwältigend. Überhaupt ist die Lebensfreude und der Überlebensdrang vieler dieser Kinder, die mit Sicherheit kein einfaches Leben haben, beneidenswert. Viele kamen täglich um zu arbeiten und sich ein bisschen Geld zu verdienen. Ihr eingenommenes Geld investieren sie meist in Lebensmittel, da die zwar ausreichende Kost der Schulküche überwiegend aus Porridge (ähnlich wie Haferschleimsuppe), Maisbrei (Poshu) und Bohnen besteht und daher recht einseitig ist.

Nach 3 Monaten, die wie im Flug vergingen, kann ich nur hoffen, dass ich mir viel von ihrer afrikanischen Mentalität erhalten werde und denke mit einem lächelnden und einem weinenden Auge an meine Zeit in Uganda zurück. Lächelnd, da ich es erleben durfte und weinend, weil die Zeit viel zu schnell verging.

Stephanie Wechselberger

Freiwilligendienst
Dauer: 3 - 6 Monate
Voraussetzungen: 20 - 26 Jahre, fachliche u. persönliche Qualifikation, gute Englischkenntnisse
Informationen unter Tel. 089/15702-425 (Laura Rüppel)

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