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Abschlusszeugnis

Auf Wunsch erhältst du nach deinem Freiwilligendienst ein Abschlusszeugnis, in dem auf Verlangen berufsqualifizierende Merkmale aufgeführt und Angaben zu Leistungen und Führung während der Dienstzeit aufgenommen werden.

Alter

Ein FSJ kannst du ab Erfüllung der Vollzeitschulpflicht (ist je nach Bundesland in der 9. oder 10. Klasse erreicht) bis zu deinem 27. Geburtstag ableisten. Beim BFD dagegen gibt es nach oben keine Altersbegrenzung - dieser Freiwilligendienst steht Menschen aller Altersklassen offen.

 

Arbeitsbereiche

Bei einem Freiwilligendienst im Sport arbeitest du z.B. mit Kindern und Jugendlichen als Trainer und Übungsleiter oder auch an Schulen und Kindergärten. Es sind aber auch Aufgaben wie Verwaltung, Organisation, Sport mit Älteren usw. möglich. Jede Einsatzstelle bietet aber unterschiedliche Aufgabengebiete und Sportarten an - informiere dich deshalb am besten in der Einsatzstellensuche.

 

Arbeitszeit

Die Arbeitszeit beträgt 38,5 Stunden pro Woche. Bei einem BFD ist für über 27-Jährige auch eine Arbeitszeit von 20,1 Wochenstunden möglich, beim BFDmF auch für unter 27-Jährige. Bei einem Freiwilligendienst im Sport ist teilweise auch mit Wochenendeinsätzen zu rechnen.


Arbeitslosengeld

Wer zwölf Monate einen Freiwilligendienst ableistet, hat einen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Während des Freiwilligendienstes zahlt die Einsatzstelle mit den Sozialabgaben auch in die Arbeitslosenversicherung ein.


Arbeitslosigkeitsmeldung

Spätestens drei Monate vor Ende deines Freiwilligendienstes solltest du dich persönlich beim Arbeitsamt arbeitssuchend melden, um im Falle einer Arbeitslosigkeit keine finanziellen Nachteile zu erleiden.

Aufgabenfelder

Die zentralen Aufgabenfelder für Freiwillige im Sport sind u.a.:

  • Organisation und Durchführung von Trainingseinheiten, Betreuung bei Wettkämpfen und Turnieren
  • Betreuungs- und Sportangebote bei Kooperationspartnern (z. B. Schulen, Kindergärten)
  • Projektarbeit (z. B. Trainingslager, Veranstaltungen)
  • Organisatorische Unterstützung (z. B. in der Geschäftsstelle, Öffentlichkeitsarbeit)
  • Ökologische Arbeit im Verein (z. B. Sport in der Natur)
  • Integrationsarbeit (z. B. Sport mit Flüchtlingen)

Die genauen Aufgaben kannst Du den Stellenausschreibungen der Einsatzstellen entnehmen.

Ausweis

Mit Beginn des Freiwilligendienstes erhält jeder Freiwillige einen Ausweis, bei dessen Vorlage Vergünstigungen gewährt werden können (z. B. bei Schwimmbädern, in Kinos, etc.)

 

Beginn des Freiwilligendienstes

Das FSJ beginnt immer Ende August, beim BFD ist ein Einstieg zu jeden Monatsbeginn möglich. Die genauen Starttermine erfährst du unter dem Bereich Einsatzstellensuche und Bewerbung.

Berufsschulpflicht

Die TeilnehmerInnen sind von der Berufsschulpflicht befreit. I.d.R. verlang die zuständige Berufsschule zu Beginn des Freiwilligendienstes eine Bescheinigung.

Bewerbungsverfahren

Das Bewerbungsverfahren ist ein reines Online-Verfahren, welches unter Einsatzstellensuche und -bewerbung zu finden ist. Neben den Stellenausschreibungen der Einsatzstellen (inkl. Aufgaben und Voraussetzungen) ist dort auch das Online-Bewerbungsformular zu finden.

Bildungsjahr

Die Freiwilligendienste im Sport sind ein Bildungsjahr, das Orientierung gibt und Kompetenzen vermittelt. Ziel ist es, soziale Erfahrungen zu vermitteln, zu reflektieren und das Verantwortungsbewusstsein zu stärken.

 

Die Bachelorarbeit "Kompetenzerwerb im FSJ im Sport" von Meike Ruppert gibt Dir einen schönen Überblick, in welchen Bereichen Du Dich persönlich verbessern kannst bzw. wirst.


Dauer

Ein Freiwilligendienst dauert in der Regel 12 Monate, mindestens jedoch 6 und höchstens 18 Monate.

Dienstfahrten

Als Dienstfahrten gelten angeordnete Fahrten zur Erledigung von dienstlichen Angelegenheiten. Die Kosten werden durch die Einsatzstelle erstattet.

Einsatzstellen

Einsatzstellen findest du verteilt über ganz Bayern. Meist handelt es sich um Sportvereine, oft arbeiten diese Vereine mit Schulen, Kindergärten oder Gemeinden zusammen.

Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall

Für die Dauer von sechs Wochen wird den TeilnehmerInnen im Krankheitsfall das Taschengeld weitergezahlt. Bei einer Krankheit, die länger währt, übernimmt die Krankenversicherung die gesetzlich geregelten Leistungen.

Fahrtkosten

Leider können die Fahrtkosten von deiner Wohnung zur Einsatzstelle nicht erstattet werden, achte deshalb auf eine wohnortnahe Einsatzstelle. Als Freiwilligendienstleistender bekommst du im Nahverkehr meistens den Ausbildungstarif.

Führungszeugnis

Vor Beginn des Freiwilligendienstes ist der Einsatzstelle ein erweitertes Führungszeugnis im Original vorzulegen. Dies kann kostenlos beantragt werden und sollte bei Einsichtnahme durch die Einsatzstelle nicht älter als drei Monate sein.

Kindergeld

Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres haben die Eltern der Freiwilligen Anspruch auf Kindergeld.

Krankenversicherung

Während der Dauer des Freiwilligendienstes sind die TeilnehmerInnen in der gesetzlichen Krankenversicherung als eigenständige Mitglieder versichert - eine Familien- oder Privatversicherung sind nicht möglich. Freiwillige, die privat versichert sind, können den Vertrag während des Freiwilligendienstes ruhen lassen und anschließend zu denselben Konditionen wieder in die private Versicherung zurückwechseln.

Krankheit

Ab dem dritten Krankheitstag ist der Einsatzstelle eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen. Bei Krankheiten während der Bildungstage ist diese bereits ab dem ersten Tag notwendig.

Kündigung

Der Freiwilligendienst kann mit einer Frist von einem Monat zu jedem Monatsende gekündigt werden.

Nebenbeschäftigung

Bei einem Freiwilligendienst handelt es sich um eine Vollzeitbeschäftigung. Daraus ergibt sich, dass die volle Arbeitskraft der Einsatzstelle zur Verfügung gestellt wird. Nebentätigkeiten sind über die Einsatzstelle beim Träger zu beantragen und von dort zu genehmigen. Die Genehmigung liegt im Ermessen des Trägers - die Gesamtwochenarbeitszeit darf 48 Stunden nicht überschreiten.

Schulbildung

Die Teilnahme an einem Freiwilligendienst im Sport ist nicht an einen bestimmten Schulabschluss gebunden. Es muss lediglich die Vollzeitschulpflicht (neun Jahre) erfüllt sein.

Seminare/Bildungstage

Während des Freiwilligendienstes müssen mind. 25 Bildungstage (bei 12 Monaten) absolviert werden . Die genaue Anzahl der Bildungstage steht im Vertrag. Die Bildungsseminare der BSJ (3x 5 Tage - Einführungs-, Zwischen-, Abschlussseminar) sind dabei verpflichtend. Die restlichen Bildungstage können durch eine ÜL-C Ausbildung im Breitensport oder eine Trainerausbildung in einer Fachsportart (z. B. Fußball) aufgefüllt werden. 

SpitzensportlerInnen

Im Bundesfreiwilligendienst (BFD) gibt es speziell für Spitzensportler die Möglichkeit, auch Trainings- und Wettkampfzeiten als Arbeitszeit anrechnen zu lassen. 

Studienplatz / Ausbildung

Die Zeit, in der du einen Freiwilligendienst ableistest, wird als Wartesemester angerechnet und du kannst eine Zusage für einen Studienplatz während des Freiwilligendienstes "ruhen" lassen. Teilweise wird der Freiwilligendienst als Praxissemester/ Praktikum angerechnet, darüber kannst du dich bei jeder Uni im Detail informieren. Bei unserem Kooperationspartner, der Hochschule für angewandtes Management (z.B. in Erding), wird teilweise sogar ein komplettes Pflichtpraktikum angerechnet und eine Studienplatzgarantie gegeben.

Bei einigen Ausbildungen wie z.B. bei der Ausbildung zum Erzieher kannst du den Freiwilligendienst auf das Praxisjahr anrechnen lassen.

Taschengeld

Freiwilligendienstleistende im Sport bekommen ein monatliches Taschengeld von 300 Euro. (BFD in Teilzeit mit 20,1 Wochenstunden - 150 Euro Taschengeld)

Teilnahmebestätigung

Jede/r TeilnehmerIn erhält zu Beginn und Ende des Freiwilligendienstes eine Teilnahmebestätigung. Wichtig: Die Abschlussbescheinigung kann nur bei einer Mindeseinsatzzeit von sechs Monaten und bei Erfüllung der notwendigen Bildungstage ausgehändigt werden.

Urlaub

Bei 12 Monaten Freiwilligendienst beträgt der Jahresurlaub 26 Tage und verringert sich anteilig bei einem kürzeren Dienst.

Vergünstigungen

Mit deinem Freiwilligendienstausweis kannst du fast alle öffentlichen Verkehrsmittel vergünstigt (meist im Ausbildungstarif) nutzen. Auch in vielen öffentlichen Einrichtungen (z.B. in Schwimmbädern, Kinos, Theater...) bekommst du Vergünstigungen.

 

Versicherung

Während des Freiwilligendienstes bist du Sozialversichert, das bedeutet, du bist in der gesetzlichen Unfall-, Kranken-, Pflege-, und Arbeitslosenversicherung abgesichert.

Zeugnis

Nach dem Freiwilligendienst erhältst du auf Wunsch ein Zeugnis über den geleisteten Dienst. Da dein soziales Engagement und deine persönliche Entwicklung dokumentiert sind, kann es die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen.

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