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Kooperationsmodelle „Sport nach 1“ und „Sport im Ganztag“

 

Bamberg.   Sie ist bisher eine Erfolgsgeschichte, die „Bayern-Tour Schule und Verein“ unter dem Motto „Gemeinsam Bewegen“. Drei Stopps in den sieben bayerischen Sportbezirken zu den Themen „Sport nach 1“und  „Sport in der Ganztagsschule“ zogen knapp 200 Interessierte an, vier Auftritte werden bayernweit noch folgen. „Ich bin richtig zufrieden mit der Resonanz“, freute sich Referentin Birgit Dethlefsen von der Bayerischen Sportjugend nach der Präsentation in Bamberg, die Kooperation zwischen Schule und Verein passe.

Es bleibe aber weiterhin eine große Herausforderung, weil die Kinder immer mehr Zeit in der Schule verbringen und da brauche der Sport seinen Platz. Eine große Chance sei die Möglichkeit für die Vereine, ihre Angebote in den Schulen zu platzieren und dadurch Mitglieder generieren zu können. Deshalb sollten alle Sportclubs überlegen, wo sie noch Potential in der Zusammenarbeit mit den Schulen sehen, so ihr Appell. Die BSJ oder die BSJ-Agentur berate da gerne.

Dethlefsen führte in den Bereich Ganztagsschule mit einem gut gemachten Film ein, der für die Vereine und Schulen abrufbar ist. Sie erklärte den Unterschied zwischen offener und gebundener Ganztagsschule, die sich im Freistaat bereits etwa zur Hälfte aller Schulen summieren. Das Manko sei aber fehlendes Personal aus den Vereinen, „denn wer hat schon Zeit am frühen Nachmittag“. Daher würden nur zehn Prozent der Vereine mit Übungsleitern dort tätig sein, eine Hilfe seien junge Leute, die ihr freiwilliges soziales Jahr absolvieren. „Setzen Sie die in den Schulen ein“ regte sie an.

Ein Einblick in die Finanzierung gab den Zuhörern einen Leitfaden mit, Dethlefsen stellte ebenso das neue individuelle Coaching-Modell für Sportvereine vor, das schon Früchte trage, „aktuell haben wir dadurch  bereits acht Vereine für eine Tätigkeit in Ganztagsschulen gewonnen“.

   Die Sportarbeitsgemeinschaften (SAG) und Stützpunkte bei „Sport nach 1“ brachte Harald Pitter von der Landesstelle für Schulsport näher. Ihm liegt am Herzen, dass die Vereine verstärkt den Kontakt zu den Schulen suchen, Schulterschluss sei nötig „die Basis ist gefragt“. Gemeinsame Projekte können von der Bayerischen Fördergemeinschaft für „Sport in Schule und Verein“ unterstützt werden, betonte er noch. In Bayern gebe es etwa 4000 solcher Kooperationen, es sei also noch Luft nach oben. Als besonders wichtig erachtet er eine klare Absprache zwischen Vereinsvertreter und Schulvertreter, bei Neugründungen machte Pitter die Nutzung einer Sonderaktion mit finanziellen Anreizen schmackhaft. Zu den Anträgen für Stützpunkte merkte er an, dass diese bis spätestens 15. Februar 2018 für das Schuljahr 18/19 gestellt werden müssen, um rechtzeitig wirksam zu werden.

Letzter Hinweis des Schulmannes: Die SAGs haben 73 Sportarten im Angebot, wovon Basketball am Beliebtesten ist. Und das war das richtige Stichwort für Sebastian Böhnlein, der den Schul-und Breitensport bei Brose Bamberg leitet. Er gab aus der Praxis den Sportmitarbeitern wertvolle Tipps mit auf den Weg, „wir arbeiten eng mit den Schulen im Rahmen von „Sport nach 1“ zusammen, Brose hat die meisten SAGs in Oberfranken“. Ziel seiner Arbeit sei, die Kids für den allgemeinen Sport zu begeistern mit dem Schwerpunkt Basketball und dabei einen Wertekodex aufzustellen. Den „Bamberger Tag des Sports“ empfahl er anderen Städten zur Nachahmung.

In Grußworten unterstrichen Brose Bamberg-Geschäftsführer Rolf Beyer und Bürgermeister Dr. Christian Lange die Bedeutung von der Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein, die oberfränkische Bezirksvorsitzende der Bayerischen Sportjugend, Katharina Stubenrauch, sagte, „Nutzen Sie die Netzwerke, nur gemeinsam geht' s“.

h.w.

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