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Oberfränkische Sportjugend Tagung

 

Großheirath.Coburg. Das Lob kam aus berufenem Munde: „Die Oberfränkische Sportjugend (BSJ) im Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) mit der Vorsitzenden Kathi Stubenrauch an der Spitze ist sehr aktiv, löst Impulse aus, die wir auch in der Zentrale in München verwenden können“, sagte Doris Rottner, stellvertretende Vorsitzende der Bayerischen Sportjugend, bei der Klausur des Bezirksausschusses im Landhotel Steiner. Und dem kann man nur zustimmen, wenn man sah, mit welchem Interesse und Elan sich die jungen Leute einbrachten. Immerhin vertreten sie etwa 150.000 Mitglieder in den mehr als 1400 Sportvereinen im nördlichsten Regierungsbezirk von Bayern.

Über 30 Mitarbeiter aus der Bezirksjugendleitung, den Kreisjugendleitungen, den Fachverbänden und mehrere Jugendsprecher, nutzten das Beisammensein zu einem regen Meinungsaustausch, zum „Teambuilding“ und auch zum Kennenlernen. Mit dem Ergebnis, dass die Weichen für die Zukunft gestellt wurden und mit Mut und Zuversicht nach vorne geblickt werden kann. Die Vorsitzende zog für 2018 eine positive Bilanz mit dem Schwerpunkt Aus-und Weiterbildung, listete zahlreiche Lehrgänge für Übungsleiter auf mit einer Premiere eines Abendseminars und Bewährtes wie „Abenteuer für die Kleinen“ oder „Achtung, hier kommt der Ball“. Ein Erfolg seien ebenso ein erstmaliger Fotowettbewerb und der Adventskalender gewesen, sehr unterschiedlich bewertete die Vorsitzende jedoch die Ausschöpfung des Kontigents für Weiterbildungen. Während der Kreis Bamberg mit 18 Maßnahmen gut aufgestellt gewesen ist, würden andere Kreise am Minimum rangieren. „Da gibt es Nachholbedarf“, forderte Stubenrauch.

Sie richtet aber gleichfalls den Blick vorwärts mit den Zielen bis 2020. Zu denen eine verstärkte Jugendpolitik, die Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeitern, noch mehr Schulungen für Multiplikatoren und neue Referenten für die Lehrteams gehören. Außerdem sollen Facebook, Twitter und andere Netzwerke wie Instagram effizienter genutzt werden. Die Vorsitzende legte auch Wert darauf, die Kooperation von Sportvereinen mit Kindergärten zu intensivieren. „Dafür gibt es Geld, 500 Euro einmalig von den Betriebskrankenkassen im Landesverband Bayern“, warb sie um Kontaktaufnahmen. Eine große Aufgabe, bei der es der Mithilfe Aller bedarf, sieht Stubenrauch in der Durchführung des Verbandsjugendtages 2020 vom 24. Juni bis 26. Juni mit Delegierten aus ganz Bayern. Stubenrauch im Fazit: „Dieses Wochenende in Großheirath macht mich stolz, weil  alle Kreise und Fachverbände in Oberfranken kreative Ideen beisteuern konnten“. Gemeinsam sei man stark, wie die Tagung gezeigt hätte.

Einen wichtigen Beschluss zu den Finanzen fasste der Bezirksausschuss ebenfalls: Man ist einstimmig gegen ein zentral geführtes Bankkonto in München, will weiter wie bisher die Gelder in den Bezirken angesiedelt wissen und damit unabhängiger sein. So richtig Arbeit machten sich die Teilnehmer, ihre Vorstellungen einzubringen. In einzelnen Gruppen aufgeteilt, drückten sie ihre Wünsche und Anregungen an Pin-Wänden aus. Viele tendierten zu weniger Bürokratie, „“sie erschwert sonst unsere Motivation“, und zu weniger Reglementierung von ganz Oben. Stark machen wollen sie sich für einen umfassenderen Bekanntheitsgrad der Bayerischen Sportjugend, für dauernde Eigenständigkeit und neue Anreize zur Mitarbeit. Insgesamt fand man, dass manchmal von den Erwachsenen die Probleme der Jungen nicht richtig wahrgenommen werden.

Einen interessanten Part brachte Christian Porsch, Vorstandsmitglied des Bezirksjugendrings Oberfranken, ins Programm. Der Mann, hauptberuflich in der Medienarbeit tätig, gab interessante Tipps zur Rhetorik und zum sicheren Auftreten. Seine Aussagen zur Körpersprache, Sprachtechnik, Gestik und Mimik, sowie zur Struktur und den notwendigen Inhalten eines Vortrages, werden den Sportmitarbeitern bei ihren Aufgaben im Verein oder vor einem größeren Publikum sicher helfen.

Der Coburger Kreisjugendleiter Jürgen Rückert ging noch extra auf die heuer nach vier Jahren wieder in den neun oberfränkischen Kreisen stattfindenden Kreisjugendtage ein, bat um die richtige Vorbereitung dazu und die rechtzeitige Nominierung von geeigneten Kandidaten. Mit der Arbeit vor Ort zeigte er sich zufrieden, „wir haben hier eine gut funktionierende Kooperation mit der Hochschule Coburg aufgebaut, mit der wir im Rahmen von Projektwerkstätten „Übungsleiter C Breitensport Profil Kinder und Jugendliche“ ausbilden. Ebenso erklärte er, dass für die fernere Zukunft „bereits jetzt schon die Weichen für einen Nachfolger in meinem Amt gestellt worden sind“.

    Während drinnen im Saal Probleme gewälzt wurden, schritten sieben Jugendsprecherinnen und Jugendsprecher unter Anleitung von Sandra Fröhlich zur Tat. Sie testeten in der Coburger Kletterhalle ihre Fitness, bewiesen Kondition und Ausdauer. Ihre Erfahrung: Man muss in dieser Position nicht nur administrative Führungsaufgaben übernehmen, sondern auch körperlich ein Vorbild sein ganz nach dem Motto „in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“. Bei einem Empfang als Finale trafen sich alle in großer Runde, um entspannt nach getaner Arbeit zu feiern. Wo eine Light-Show des Coburger Kinder-und Jugendtheaters den Glanzpunkt setzte, mit einem Mix aus Akrobatik, Schnelligkeit und Konzentration mit Bällen, Keulen und Ringen.

  In einem Grußwort hob der stellvertretende Coburger Landrat Rainer Mattern die Bedeutung des Sports für die Entwicklung von Jugendlichen hervor, „sie übernehmen Verantwortung und lernen auch mit Niederlagen umzugehen“. Als Marathonläufer wisse er, was Wille und Disziplin bewirken können. Und Wolfgang Schultheiß, stellvertretender Bürgermeister von Großheirath, nannte die  Sportmitarbeiter in der Jugend Motoren, die ehrenamtlich das gesellschaftliche Leben bereichern.

h.w.

 

 

 

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